Landnutzungsgradient

Wald

Die Waldflächen des Exploratoriums befinden sich in Buchen-, Buchen-Mischwald (< 70 % Buche) und Fichtenbeständen unterschiedlicher Altersklassen in Staats- und Kommunalwäldern. Während es sich hierbei vorwiegend um Alterklassenwald von 10 bis > 150 Jahre alten Beständen handelt, werden einzelne Wälder seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftet und sind für das designierte Biosphärengebiet als Bannwälder und Kernzonen eingeplant. Besondere Standorte sind Hang- und Schluchtmischwälder, Kiefersukzessionsflächen und einzelne Bestände mit Hutewaldcharakter.

Für Untersuchungen wurden 588 Gitterplots und 50 Experimentierplots auf den Bodentypen Braunerden und Rendzina eingerichtet.

Experimentierplots im Wald (n = 50) decken folgenden Nutzungsgradienten ab:

1. Fichte - Altersklassenwald (AKL) – Baumholz schwach

2. Fichte - AKL – Baumholz stark

3. Buche AKL – Dickung

4. Buche AKL – Jungbestand

5. Buche AKL – Baumholz

6. Buche AKL – Baumholz mehrschichtig

7. Buchen-Mischwald (< 70 % Buche) AKL Dickung/ Jungebestand

8. Buchen-Mischwald (< 70 % Buche) AKL Baumholz

9. Buche Dauerbestockung, extensiv bewirtschaftet

 

Grünland

Der relativ hohe Grünlandanteil im Exploratorium Schwäbische Alb (ca. 25% der Fläche ist von Grünland bedeckt) beinhaltet extensive Schafweiden im ehemaligen Truppenübungsplatz, die aufgrund des rauen Klimas sowie der militärischen Nutzung von 1895 –2005 während der technisierten Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft bis heute ackerbaulich nicht genutzt worden sind. Neben geschützten Halbtrockenrasen und Wacholderheiden mit extensiver Schafbeweidung stellen Rinderweiden sowie Wiesen mit 1 – 3facher Mahd pro Jahr und unterschiedlich intensiver Düngung weitere Teile des Nutzungsgradienten dar.

Weitere Standorte sind Pferdeweiden, Streuobstwiesen, Grünländer mit Feldgehölzen und Feuchtwiesen.

Die Grünlandflächen werden von über 50 verschiedenen Betrieben unterschiedlicher Größe bewirtschaftet.

Für Untersuchungen wurden 540 Gitterplots und 50 Experimentierplots auf den Bodentypen Braunerden und Rendzina eingerichtet.

Experimentierplots im Grünland (n = 50) decken folgenden Nutzungsgradienten ab:

1. Wiesen gedüngt mit 2-3-facher Mahd

2. Wiesen ungedüngt mit 1-facher Mahd

3. Mähweiden gedüngt mit Rinderbeweidung

4. Weiden gedüngt mit Rinderbeweidung

5. Weiden, Wirtschaftsgrünland mit Schafbeweidung

6. Weiden, Halbtrockenrasen mit Schafbeweidung