Wie beeinflusst Landnutzung die β-Diversität von bakteriellen und pilzlichen Artgemeinschafte

 

Wissenschaftliche Bearbeitung durch:

Dr. Stavros Veresoglou

(FU Berlin)

Hintergrund

In der mikrobiellen Ökologie ist hochskalieren eine anspruchsvolle Aufgbe, da lokale Muster sich häufig stark von regionalen Mustern unterscheiden. In diesen Projekt planen wir mit einem auf Artakkumulationskurven basierten Ansatz zu arbeiten, welcher extra für Systeme mit unvollständiger  Diversitätsachätzungen entwickelt wurde. Wir werden für alle 27 VIP Graslandplots Abschätzungen der bakterillen und pilzlichen Diversität und deren Beeinflussung durch den Landnutzungsgradienten etablieren.

Hypothesen

Hypothese Eins: SAC-Parameter z0 sinkt und c1m2 steigt in den Plots, die einer hohen Landnutzungsintensität unterliegen. Entsprechend gibt es große Unterschieden in der Beta-Diversität. Die Landnutzungsintensität stellt einen besseren Prädiktor für z0, c1m2 und beta-Diversität dar als Netto-Primärproduktivität und Bakterien- bzw. Pilz-Biomasse.

Hypothese Zwei: Das Verhältnis von vorübergehend häufig vs dauerhaft seltenen Arten steigt mit der Landnutzungsintensität. Allerdings, kann die Bodenheterogenität diese Beziehung teilweise ausgleichen.

Hypothese Drei: Module (d. h. Gruppen) von Taxa, die unabhängig voneinander in jedem Standort identifiziert werden, ähneln sich gegenseitig für die Standorte, die eine vergleichbare Landnutzungsintensität haben. Bei geringer Landnutzungsintensität erwarten wir, dass biotische Wechselwirkungen die Verteilung der Mikroben in einem größeren Ausmaß beeinflussen werden, was dazu führt, dass der Grad der Modulähnlichkeit bei geringer Landnutzungsintensität im Vergleich zur hohen Landnutzungsintensität höher ist.

Methoden

Wir werden die VIP-Plots im Mai 2017 untersuchen. Wir planen, Illumina-Sequenzierung mit den Bodenproben durchzuführen, um Community-Informationen zu erwerben und PLFA-Analysen ausgewählter Proben, um Abundanzschätzungen zu erhalten.