Kernprojekt 10: Ökologische Synthese


Wissenschaftliche Bearbeitung durch:

Prof. Dr. Markus Fischer

Prof. Dr. Eric Allan

Dr. Santiago Soliveres

Dr. Caterina Penone

Dr. María R. Felipe Lucia

Abiel Rindisbacher

(Uni Bern)

Dr. Peter Manning

Dr. Fons van der Plas

Dr. Florian D. Schneider

(Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt)

 

Zur Zusammenarbeit eingeladene Forscher:

Dr. Yoann Le Bagousse-Pinguet, King Juan Carlos University, Madrid

Dr. Oscar Godoy, CSIC, Seville

Dr. Nicolas Gross, CNRS, Paris

Dr. Tamara Münkemüller, LECA Grenoble

Prof. Dr. Werner Ulrich, Universität Toruń

Grundlegendes und allgemeines Verständnis ökologischer Zusammenhänge kann man nur dadurch erreichen, dass man in einer breiten Perspektive Daten verschiedener Taxa, ökologischer Prozesse und räumlich-zeitlicher Skalen vergleicht und miteinander verknüpft. Eine optimale Herangehensweise für solche ökologischen Synthesen ist, Forschung so zu organisieren, dass verschiedene Daten im Rahmen eines gemeinsamen Untersuchungsdesigns erhoben werden, so dass diese Daten später direkt miteinander verglichen und verknüpft werden können. Ein solches gemeinsames Untersuchungsdesign zu schaffen, und dadurch fundamentale ökologische Synthese zu ermöglichen, war einer der Hauptgründe für die Einrichtung der Biodiversitätsexploratorien. Das Synthese-Zentralprojekt ist dafür verantwortlich, dass diese ökologische Synthese realisiert wird.

 

Ziele


In der nächsten Phase, wird im Kernprojekt „Ökologische Synthese“ eine Reihe von umfassenden Synthese-Analysen zu den Kernfragen der Biodiversitäts-Exploratorien durchgeführ, mit den folgenden Hauptzielen:

1. Wie beeinflusst die Intensivierung der Landnutzung die Biodiversität, die Interaktionen zwischen Arten und dadurch die Zusammensetzung von multitrophischen Lebensgemeinschaften.

2. Wie beeinflusst die Biodiversität und die Intensität der Landnutzung die Funktionen und Dienstleistungen von Ökosystemen. Dadurch soll ein integraleres Verständnis erlangt werden, wie multitrophische Biodiversität die Ökosystemfunktionen beeinflusst, insbesondere unter Berücksichtigung der Resilienz von Ökosystemen.

3. die Verbreitung des Synthese-Gedankens und die methodische und inhaltliche Unterstützung von Synthese-Aktivitäten anderer Arbeitsgruppen. Das Syntheseprojekt schafft Synergien und projektübergreifenden Mehrwert, in Übereinstimmung mit den Leitfragen der Biodiversitäts-Exploratorien.

 

Publikationen

Allan E. et al. 2014. Interannual variation in land-use intensity enhances grassland multidiversity. PNAS, 111:308–313. www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1312213111  

Allan E. et al. 2015. Land use intensification alters ecosystem multifunctionality via loss of biodiversity and changes to functional composition. Ecol Lett 18:834–843. onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ele.12469/abstract

Manning P. et al. 2015. Grassland management intensification weakens the association between of the biodiversity of multiple plant and animal taxa. Ecology 96 1492-1501. onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1890/14-1307.1/abstract

Soliveres, S. et al. 2015. Intransitive competition is widespread in plant communities and maintains their species richness. Ecol Lett 18:790–798. onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ele.12456/abstract

Soliveres S. et al.  2016. Locally rare species influence grassland ecosystem multifunctionality. Phil. Trans. Roy. Soc. B 371: 20150269. dx.doi.org/10.1098/rstb.2015.0269

Soliveres S. et al. 2016. Biodiversity at multiple trophic levels is needed for ecosystem multifunctionality. Nature 536, 456–459. www.nature.com/nature/journal/v536/n7617/full/nature19092.html

 

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