Einfluss der Waldbewirtschaftungsintensität, Baumartenidentität und der pilzlich-bakteriellen Diversität auf Ressourcennutzung, Holzabbau und Gasemissionen von Totholz


Wissenschaftliche Bearbeitung durch:

Dr. Nico Jehmlich

(Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ)

Prof. Dr. Matthias Noll

(Hochschule Coburg)

Hintergrund

Der Abbau von Holz in terrestrischen Ökosystemen ist ein bedeutender Prozess mit weitreichenden ökologischen Konsequenzen. Totholz ist eine wichtige strukturelle Komponente in Waldökosystemen, die eine Vielzahl von Ökosystemfunktionen, insbesondere die Kohlenstoff-Sequestrierung und die Nährstoffkreisläufe beeinflusst und ein Habitat für holzbewohnende Organismen bietet. FunWood IV setzt an diesen Ökosystemfunktionen an und testet experimentell, ob die Artenvielfalt einen Einfluss auf die funktionelle Diversität der totholzabbauenden Gemeinschaften hat und wie diese Diversität und die Ökosystemprozesse durch die Intensität der Waldbewirtschaftung beeinflusst werden.

 

Ziele

FunWood IV hat drei Kernfragestellungen innerhalb des BeLongDead (Biodiversitäts-Exploratorien im Langzeitexperiment mit Totholz)

(i) Untersuchung der funktionellen Diversität von totholzabbauenden Lebensgemeinschaften

(ii) Beurteilung der funktionellen und strukturellen Antwort der holzabbauenden Lebensgemeinschaft bei wechselnden Temperaturbedingungen

(iii) Analyse des Einflusses der Waldbewirtschaftungsintensität und der Baumartenidentität auf die Biodiversität und deren Beitrag zum Totholzabbau.

 

Methoden

FunWood IV kombiniert einen Einsatz von aktuellen Techniken

  • Amplicon Gensequenzierung
  • Metaproteomics
  • Protein-basierter stable isotope probing (Protein-SIP)
  • CO2 Emissionsraten
  • C/N Elementaranalyse

um ein vertieftes Verständnis zu erhalten, wie pilzliche und bakterielle Lebensgemeinschaften den Holzabbauprozess unter wechselnden Temperaturbedingungen durchführen. Neben der Möglichkeit eine Korrelation zwischen Ökosystemprozessen, wie Holzabbau und mikrobielle Diversität zu erreichen, bietet der zu erarbeitende Datensatz die Möglichkeit den Einfluss der Waldbewirtschaftungsintensität und der Baumartenidentität über mehrere geographische Dimensionen charakterisieren zu können.

 

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