Funktionelle Diversität von Mykorrhizapilzen in Beziehung zu Landnutzungsänderungen und Ökosystemfunktionen
Wissenschaftliche Bearbeitung durch:
(Universität Göttingen)
Ziele
Modelvalidierung
Ökophysiologische/ mechanistische Zusammenhänge zwischen Waldnutzung und Diversität von Ectomykorrhizapilzen
Hauptfragen
1. Beeinflussen Unterschiede in der Bestandesstruktur von bewirtschafteten und unbewirtschafteten Wälder die unterirdische Kohlenstoffverteilung und damit die EMP Diversität?
2. Steht die taxonomische Diversität der Bodenpilze in Beziehung zur taxonomischen Diversität der EMP?
3. Entstehen durch die erhöhte Produktivität von Wurzelstreu / Materialaustausch aufgrund von Waldnutzung neue Nischen, die einen erhöhten EMP Artenreichtum bewirken?
4. Beeinflussen die Buchen-Familienstrukturen das Vorkommen von EMP?
Methoden
1. Untersuchung der Wurzelkohlenhydratkonzentration in Beziehung zum Bestandesstruktur in allen Wald EPs (Kooperation mit den Arbeitsgruppen Ammer und Kleinn)
2. Analyse des Pilzartenreichtums in Wurzeln mit Hilfe Sequenzierung (Kooperation mit der AG Buscot and Daniel)
3. Störungsexperiment (Wurzelablösung) und Analyse von EMP bezügl. Boden und Streu-Nährstoffzusammensetzung
4. Pflanzungsexperiment von Buchen mit definierten Familienstrukturen (weitere Kooperation mit der AG Finkeldey)
Bisherige Arbeiten (bis 2011)
Wissenschaftliche Bearbeitung durch:
Prof. Dr. Andrea Polle
Thomas Klein
Dr. Rainer Schulz
Christa Lang
(Universität Göttingen)
Hypothesen
1. EM Diversität steht nicht in Beziehung zur Managementintensität aber zur intraspezifischen genetischen Struktur der Wirtsbaumarten und zum Reichtum der EM-bildenden Arten im Boden.
2. Die Wurzelproduktion der Wirtspflanzen und ihre Nährstoffeffizienz sind mit der Häufigkeit und Diversität der Ektomykorrhizen korreliert.
3. Die EM Lebensgemeinschaftsstruktur beeinflusst die Bodeneigenschaften.
