Langzeitmonitoring Totholz (BeLongDead)
Das von Prof. E.-D. Schulze (MPI Biogeochemie Jena) in der zweiten Phase etablierte Langzeitexperiment wird in der dritten Phase von Prof. Dr. Wolfgang Weisser koordiniert.
Hauptfragen:
Was ist die Bedeutung von Totholz in Ökosystemprozessen?
Wie ist der Einfluss des umliegenden Habitats?
Wie verläuft die Ansiedlung von Arten und die Zersetzung des Totholzes?
Wie beeinflusst die Zersetzung den Kohlenstoffhaushalt und die Mikroorganismen an der Bodenoberfläche?
Experimenteller Aufbau:
2008 wurden auf allen Wald-VIPs in den drei Exploratorien in drei Wiederholungen folgende 12+1 Baumarten als Stämme (ca. 30cm Durchmesser und 4m lang, insgesamt 1440 Stämme) ausgebracht:
Buche, Eiche, Ahorn (Feld, Berg, Spitz in Mischung), Linde, Pappel, Hainbuche, Esche, Birke, + 1 Kirsche je VIP sowie
Kiefer, Lärche, Douglasie und Fichte
Alle Stämme wurden vermessen. Es wurde eine Stammscheibe sowie eine Bodenprobe entnommen, getrocknet und wird in Jena gelagert.
- Einer von drei ausgelegten Stammmischungen auf jedem VIP der drei Exploratorien (Quelle: Simone Pfeiffer)
Bisherige Studien am ausgebrachten Totholz
ProjektleiterIn | Institution | Inhalte |
Schulze | MPI BGC Jena | Langzeitbeobachtung des Totholzes |
Matzner, Borken | Universität Bayreuth | Freisetzung von DOC |
Bauhus, Kahl | Universität Freiburg | Studien im Rahmen von FUNWOOD |
Fischer, Boch | Universität Bern | Inventur von Flechten und Moosen |
Hofrichter | intern. HS Zittau | Pilzbestimmung |
Weisser, Linsenmair | Universität Jena, Würzburg | Invertebraten Monitoring |
Das Projekt ist offen für weitere wissenschaftliche Forschergruppen!
