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Bestäuber wie Wildbienen, Schwebfliegen und andere Insekten sind unverzichtbar für unsere Umwelt und unsere Ernährung. Sie ermöglichen die Fortpflanzung der meisten Blütenpflanzen und sichern hohe Erträge in der Landwirtschaft. Dennoch geht die Vielfalt der Bestäuber in Europa stark zurück. Gründe dafür sind unter anderem der Verlust geeigneter Lebensräume, der Klimawandel und bestimmte landwirtschaftliche Praktiken.

Viele Bestäuberarten verbringen wichtige Abschnitte ihres Lebens im Boden – etwa beim Nestbau oder während ihrer Entwicklung. Welche Bodenbedingungen sie dafür benötigen, ist jedoch noch wenig erforscht. Gleichzeitig können intensive Landnutzung und falsche Bewirtschaftung die Bodengesundheit verschlechtern und damit auch den Lebensraum dieser Bestäuber beeinträchtigen.

Das europäische Forschungsprojekt ProPollSoil untersucht den Zusammenhang zwischen Bodengesundheit und Bestäubern. Ziel ist es, besser zu verstehen, welche Bodenbedingungen Bestäuber unterstützen und wie eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung dazu beitragen kann, ihre Lebensräume zu schützen und zu verbessern.


Dazu sammelt ProPollSoil europaweit Daten zu Böden und Bestäubern, entwickelt neue Methoden zur Beobachtung ihrer Wechselwirkungen und arbeitet gemeinsam mit Landnutzer:innen, Wissenschaft und Politik an praxisnahen Lösungen. Das Projekt unterstützt damit die Ziele der Europäischen Union, gesunde Böden zu fördern und Bestäuber langfristig zu schützen – zum Beispiel durch die Erstellung von EU-weiten Karten zur Verfügbarkeit von Bodensubstraten, zur Bodenqualität und zur Eignung von Lebensräumen für Bestäuber.


  • Europaweite Feldstudie zur Probenahme von Böden und bestäubenden Insekten
  • Entwicklung neuer Methoden zur Erfassung von Böden und Insektenbestäubern, z.B. mittels eDNA und KI
  • Laborstudien, um bestehende Wissenslücken darüber zu schließen, wie Bodenbewirtschaftung und Bodenqualität Bestäuber sowie weitere Boden-Bestäuber-Interaktionen, wie z.B. mit Mikroorganismen und anderen Bodenbewohnern, beeinflussen
  • Bewertung von potenziellen Bedrohungen für Böden und Bestäuber im Rahmen eines ko-kreativen Forschungsansatzes in neun Fallstudiengebieten (Case Study Areas, CSAs)
  • Anwendung verschiedener Modellierungsansätze, um u.a. EU-weite Bodenkarten zu erstellen

Kooperationen sind aus eigenen Mitteln der Kooperationspartner finanzierte Projekte und damit finanziell unabhängig von dem DFG-finanzierten Infrastruktur-Schwerpunktprogramm „Biodiversitäts-Exploratorien (BE)“. Sie ergänzen die BE um weitere interessante Forschungsinhalte zur Biodiversitätsforschung und profitieren im Gegenzug von der Infrastruktur der Biodiversitäts-Exploratorien.

Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen

Prof. Dr. Sara Leonhardt
Projektleiterin
Prof. Dr. Sara Leonhardt
Technische Universität München (TUM)
Prof. Dr. Anne-Christine Mupepele
Projektleiterin
Prof. Dr. Anne-Christine Mupepele
Philipps-Universität Marburg
Lena Deck
Mitarbeiterin
Lena Deck
University College Dublin
Shimrit Laor Leib
Mitarbeiterin
Shimrit Laor Leib
Helmholtz Zentrum München
Thalea Stuckenberg
Mitarbeiterin
Thalea Stuckenberg
Philipps-Universität Marburg
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