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1.300
 km2
Fläche
Mit einer Fläche von 1.300 km2 und einer Bevölkerungsdichte von ca. 116 Einwohnern pro km2 ist die Region Hainich-Dün das am dichtesten besiedelte Exploratorium.
258
 m ü. NN
Höhendifferenz
Der Hainich umrahmt als ausgedehnter, bewaldeter Höhenrücken das Thüringer Becken und umliegendes Ackerhügelland. Mit 16.000 ha zählt er zu den größten zusammenhängenden Laubwaldgebieten Deutschlands.
500
 mm
Niederschlag pro Jahr
Der Niederschlag variiert vom niederschlagsreichen Westen der Kammlagen zum trockeneren östlichen Tiefland. Auf den mittelfrischen Standorten dominieren Rotbuchenwälder mit flächigem Bärlauchbestand.
Fakten
Fläche1.300 km2
Niederschlag500-800 mm
Höhendifferenz258-550 m ü. NN; höchster Punkt: Alter Berg 494 m
Typische PflanzenartenBuschwindröschen, große Bärlauchbestände, Bingelkraut, Märzenbecher
Vorranginger WaldtypBuchen- und Buchenmischwälder
Typische BewirtschaftungPlenterwaldbewirtschaftung in Waldgenossenschaften; durch Schafbeweidung extensiv bewirtschaftetes Grünland zum Erhalt von Offenlandschaften und Wacholderheiden.
Besonderheitenmit 16.000 ha größtes zusammenhängendes Laubwaldgebiet Deutschlands. Flächen im Nationalpark seit 1935 aus der Nutzung

Wald

Text momentan in Bearbeitung.

Landwirtschaft

Die Untersuchungsflächen im Grünland des Exploratoriums Hainich liegen verstreut zwischen ackerbaulich genutzten Flächen und repräsentieren ebenfalls Grünlandbewirtschaftung unterschiedlicher Nutzungsintensität. Der überwiegende Teil des Grünlands im Hainich wird durch Agrargenossenschaften bewirtschaftet, der Anteil an einzelnen privaten landwirtschaftlichen Betrieben ist gering. Während die Wiesen zum Teil intensiv bewirtschaftet werden und sich durch häufige Mahd oder intensive Düngung auszeichnen, ist extensiv bewirtschaftetes Grünland im Hainich primär durch Schafbeweidung gekennzeichnet. Durch diese Wirtschaftsform hervorgegangene Wacholder-Heiden sind u.a. in Craula und Oberdorla zu finden und bieten mit ihren Kleingewässern Lebensraum für Braunkehlchen und Sperbergras-mücke, für Neuntöter und Wendehals, für Kammmolch und Gelbbauchunke.

Geologie

Geologisch ist der Hainich zur Großlandschaft „Thüringer Becken und Randplatten“ zu zählen. Der Niederschlag verteilt sich mit 500-800 mm pro Jahr über die niederschlagsreicheren Kammlagen im Westen bis hin zu den trockeneren Tieflagen des Thüringer Beckens im Osten. Die Böden der Untersuchungsregion entwickelten sich vorwiegend aus Kalkstein (Oberer Muschelkalk) mit einer variablen Lössauflage und es dominieren schluffige, lehmige und tonige Bodenarten. Da sehr unterschiedliche Mengen an Löß abgelagert wurden, variiert die Mächtigkeit des Solums stark. Während die Kalkverwitterungslehme oft carbonathaltig sind, liegt der pH-Wert der aus Löss entwickelten Bodenhorizonte oft zwischen 5-6. Häufig kommt es in den lößgeprägten Böden aufgrund von starker Lessivierung zur Ausbildung eines tonhaltigen Stauhorizonts und zur anschließenden Stauvernässung. Zu den vorherrschenden Bodentypen des Hainich zählen Parabraunerden und Pseudogleye – auf Muschelkalk treten an stark geneigten Flächen Rendzinen auf. Ansonsten dominieren Braunerden. Die Böden des landwirtschaftlich intensiv genutzten Thüringer Beckens zählen zu den fruchtbarsten Böden Deutschlands.

Schafbeweidung als ursprüngliche Wirtschaftsform des Hainich hält das extensiv bewirtschaftete Grünland offen.
Anstehender Muschelkalk prägt die Bodenhorizonte der Höhenzüge des Hainich.
Die Böden der Exploratorien werden regelmäßig auf Nährstoffverhältnisse, Stoffflüsse und Zusammensetzung der Bodenflora und –fauna untersucht.

Lokales Management Team Hainich-Dün

Biodiversitäts-Exploratorium Hainich-Dün
Technische Universität München
Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie

Feldstation Biodiversitäts-Exploratorium Hainich-Dün
Am Burghof 3
99947 Mülverstedt

Kontakt:
explo.hai@wzw.tum.de
Tel.: +49 (0) 36022 159 843

Prof. Dr. Wolfgang Weisser
Prof. Dr. Wolfgang Weisser
Technische Universität München (TUM)
Projektleiter LMT Hainich-Dün und Kernprojekt Arthropoden
Dr. Anna Katharina Franke
Dr. Anna Katharina Franke
Technische Universität München (TUM)
Gebietsmanagerin
In Elternzeit
Dr. Miriam Teuscher
Dr. Miriam Teuscher
Technische Universität München (TUM)
Gebietsmanagerin
Elternzeitvertretung
Christin Schreiber
Christin Schreiber
Technische Universität München (TUM)
Grünlandbeauftragte
Ulrich Pruschitzki
Ulrich Pruschitzki
Technische Universität München (TUM)
Förster
Matthias Groß
Matthias Groß
Technische Universität München (TUM)
Mechatroniker
Michael Ehrhardt
Michael Ehrhardt
Technische Universität München (TUM)
Plotwart
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