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Die Jahreshauptversammlung der ‚Ecological Society of America‘ (ESA) fand 2018 in New Orleans, Louisiana statt.

Auf der Versammlung organisierten Explorer:innen eine Session über die Exploratorien: „The Biodiversity Exploratories: A Unique Long Term Platform to Understand Causes and Functional Consequences of Biodiversity Change“. Mit folgender Synopse wurde die Session beworben:

Ein wichtiges aktuelles Thema in der Ökologie ist das Verständnis der Beziehungen zwischen Biodiversität und Ökosystemfunktionen in natürlichen Ökosystemen. Wichtige aufkommende Fragen sind: Wie beeinflusst der globale Wandel die Biodiversität auf mehreren trophischen Ebenen? Was sind die funktionalen Konsequenzen dieser multitrophischen Biodiversitätsveränderungen? Und wie reagieren die verschiedenen Funktionen und Leistungen auf die Biodiversität und den globalen Wandel? Nur durch die Analyse großer integrierter Datensätze können wir Fortschritte bei diesen Fragen erzielen.
Unser Vortrag präsentiert Erkenntnisse einer Forschungsplattform, den Deutschen Biodiversitäts-Exploratorien, die seit über 10 Jahren Biodiversitäts-Funktionsbeziehungen in Grünland und Wäldern erforscht. Es besteht ein einheitliches Studiendesign: 300 Forschungsflächen wurden ausgewählt, um ein breites Spektrum an Landnutzung und Bewirtschaftungsintensität abzudecken. Viele Forschungsgruppen (derzeit 68) arbeiten zusammen, um Messungen an diesen Standorten vorzunehmen, und haben einzigartig umfassende Datensätze mit Messungen der Diversität und Zusammensetzung vieler Organismen (einschließlich Bodenmikroben, Arthropoden, Pflanzen, Vögel und Pflanzenpathogene) und mehrerer Ökosystemfunktionen (Messungen des Nährstoff- und Kohlenstoffkreislaufs und biotischer Interaktionen) zusammengestellt, von denen einige als Indikator für Ökosystemleistungen dienen. Unser vergleichender Ansatz wird durch Experimente ergänzt, die die Auswirkungen von Störungen auf die Resilienz untersuchen.
In dieser Sitzung stellen wir das Design dieser Forschungsplattform vor, diskutieren die wichtigsten Ergebnisse und geben abschließend einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse der funktionellen Ökologie und Bedeutung der Ergebnisse für den Naturschutz und das Management. Die anschließende Diskussion wird sich auf Forschungsansätze zum Verständnis komplexer, realer Biodiversitäts-Funktionsbeziehungen und den Stellenwert von integrierten Forschungsprogrammen in der funktionellen Biodiversitätsforschung konzentrieren.

Im Folgenden können Sie sich aufgezeichnete Beiträge anschauen (auf Englisch).


Wissenschaft trifft Praxis auf dem „5. Albsymposion“ Hybridtagung fördert Austausch und Vernetzung im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

240 Forschende sowie Akteurinnen und Akteure aus der Praxis kamen virtuell und vor Ort im Biosphärengebiet Schwäbische Alb zusammen, um sich über Grundlagen, Entwicklungen und nachhaltige Lösungsansätze zum Schutz der Artenvielfalt auszutauschen.

Aktuelle Erkenntnisse zum Rückgang der Artenvielfalt verdeutlichen einen akuten Handlungsbedarf und fordern einen interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftler*innen, regionalen Entscheidungsträger* innen und weiteren Akteur*innen. Diesen Austausch förderten die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsplattform „Biodiversitäts-Exploratorien“, im Speziellen das Institut für Evolutionsökologie und Naturschutzgenomik der Universität Ulm und die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, mit dem „5. Albsymposion“. Die am 19. und 20. November 2021 ausgerichtete Hybridtagung zum Thema „Biodiversität in der Kulturlandschaft – Grundlagen, Entwicklungen und nachhaltige Lösungsansätze zum Schutz der Artenvielfalt“ begeisterte die Online-Teilnehmer*innen sowie die Teilnehmer*innen vor Ort in Münsingen gleichermaßen. „Wir glauben, die meisten Teilnehmenden haben einen Motivationsschub erhalten, noch aktiver zu werden für den Erhalt der Artenvielfalt“, resümierten die Organisatoren der Tagung. Markus Fischer von der Universität Bern formulierte treffend: „Auch wenn viel von Land, Bund und EU bestimmt wird – jede Person hat einen privaten oder beruflichen Gestaltungsspielraum für das eigene Naturschutz-Engagement. Diesen eigenen Spielraum gilt es zu nutzen“.

Mit Vorträgen, Posterpräsentationen und einer Podiumsdiskussion wurden Grundlagen, aktuelle Entwicklungen sowie nachhaltige Lösungsansätze, die die Biodiversität fördern und gleichzeitig aus wirtschaftlicher und sozialer Sicht attraktiv sind, vorgestellt und diskutiert. Es wurden Einblicke in laufende Biodiversitäts- und Ökosystemforschung im Biosphärengebiet gegeben sowie Handlungsansätze im Biosphärengebiet angesprochen. Das Spektrum reichte von Erkenntnissen der Biodiversitätsforschung, zahlreichen Projektbeispielen bis hin zu psychologischen Faktoren, die letztlich Verhaltensänderungen für mehr Naturschutz-Engagement fördern. Eingeladen waren hochkarätige Referenten, denen es gut gelungen ist, wissenschaftliche Erkenntnisse allgemein verständlich vorzutragen. Anwesend waren Hochschulvertreter*innen, regionale Entscheidungsträger*innen und Praktiker aus den Bereichen Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft sowie Verbandsvertreter. Die Tagung förderte nicht nur den Austausch zwischen Forschung und Praxis, sondern bot Gelegenheit neue Partnerschaften und Kooperationen anzustoßen. Außerdem wurden neue Impulse für die nachhaltige Nutzung und Pflege der Kulturlandschaft gegeben. Dies wurde von den Teilnehmenden sehr gut aufgenommen.

Mit der Hybridvariante betraten die Organisatoren Neuland. Der große Mehrwert der Hybridvariante ist nicht nur die Förderung des Austausches unter Corona Bedingungen, sondern, dass auch viel mehr Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland erreicht werden konnten, als bei einer reinen Präsenzveranstaltung. Vor Ort war die Personenzahl COVID-19 bedingt limitiert und es galten strenge Hygienevorgaben. Mit der Veranstaltung wurde die erfolgreiche Reihe der Albsymposien, dem wissenschaftlichen Tagungsformat im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, fortgesetzt.

Abstractband 5. Albsymposium

Doc abstractband-5.-albsymposion.pdf, 990.70 KB
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Die Biodiversitäts-Exploratorien veranstalten einmal jährlich eine Vollversammlung aller Mitglieder. Diese Treffen sind sehr lebendig, kommunikativ und von großer Bedeutung für den wissenschaftlichen Austausch innerhalb der Forschungsplattform. Sie sind eine großartige Gelegenheit, alle Projektmitglieder zu treffen und die weitere Zusammenarbeit und Synthese zu stärken sowie wichtige Stakeholder und ihre Bedürfnisse anzuhören.

Anbei finden Sie Vorträge der letzten Vollversammlungen der Biodiversitäts-Exploratorien, die immer Anfang eines jeden Jahres stattfindet.

Präsentation der Keynote Speaker:


Die Biodiversitäts-Exploratorien veranstalten einmal jährlich eine Vollversammlung aller Mitglieder. Diese Treffen sind sehr lebendig, kommunikativ und von großer Bedeutung für den wissenschaftlichen Austausch innerhalb der Forschungsplattform. Sie sind eine großartige Gelegenheit, alle Projektmitglieder zu treffen und die weitere Zusammenarbeit und Synthese zu stärken sowie wichtige Stakeholder und ihre Bedürfnisse anzuhören.

Anbei finden Sie Vorträge der letzten Vollversammlungen der Biodiversitäts-Exploratorien, die immer Anfang eines jeden Jahres stattfindet.

Präsentation der Keynote Speaker:


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