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Für die Biodiversitätsforschung etablierten wir bereits in den Jahren 2006 – 2008 drei große Langzeituntersuchungsgebiete in Deutschland, Dank Förderung durch die DFG im Rahmen der Initiative für Biodiversitätsforschung. Sie werden als Biodiversitäts-Exploratorien bezeichnet im Gegensatz zu beschreibenden Observatorien.

Ziele

Die dynamischen Rückkopplungsschleifen zwischen Landnutzung, den Diversitäten der Genetik und Arten sowie biologischen Interaktionen und Ökosystemleistungen in realen Landschaften zu untersuchen, ist das übergeordnete Ziel unserer Forschungsplattform. Dazu nutzen wir vielfältige Methoden: neben Monitoring-Ansätzen auch Messungen der funktionellen Diversität in Experimenten. Eine neue und innovative Herausforderung des Projekts ist es sozialwissenschaftliche Untersuchungen zu integrieren, die mit naturwissenschaftlichen Ergebnissen verknüpft das gesamte Natur-Gesellschaft-Verhältnis abbilden sollen (siehe Abbildung).

Konzeptioneller Rahmen für Untersuchungen in den Biodiversitäts-Exploratorien

Hintergrund

Dass sich Änderungen der Landnutzung und deren Intensität negativ auf die Biodiversität auswirken können, ist durch den Weltbiodiversitätsrat (IPBES) bewiesen. Für einige Organismengruppen sind die Auswirkungen der Landnutzung bereits gut untersucht, für andere hingegen noch unzureichend erforscht. Insbesondere die Wechselwirkung der Diversitäten einzelner Gruppen untereinander sowie die Reaktion der jeweiligen genetischen Diversitäten auf Landnutzungsänderungen ist lückenhaft. Unklar ist zudem die funktionelle Bedeutung der Biodiversität für natürliche Systeme, da verschiedene Managementstrategien die Effekte überlagern. Wir haben uns daher die Aufgabe gestellt, hierzu wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und dazu ein spezielles Forschungsdesign entwickelt.

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