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Die zeitliche Stabilität von Pflanzengemeinschaften erhält zentrale Ökosystemfunktionen wie Produktivität und Kohlenstoffspeicherung trotz interannueller Umweltfluktuationen aufrecht. Die Bedeutung stabilisierender Mechanismen — Dominanzeffekt, Portfolioeffekt des Artenreichtums und Asynchronie — sowie ihre Verknüpfung mit funktionellen Merkmalen werden weiterhin kontrovers diskutiert. Zudem sind die Wechselwirkungen zwischen Landnutzungsgradienten und extremen Klimaereignissen bislang nur unzureichend verstanden. Die Biodiversitäts-Exploratorien bieten mit 300 Langzeitflächen und 19 Jahren Datenerhebung in Grasland- und Waldökosystemen einen einzigartigen Rahmen für diese Studie.


  • Die relative Bedeutung der stabilisierenden Mechanismen quantifizieren: Dominanzeffekt, Asynchronie und Portfolioeffekt des Artenreichtums.
  • Interne Gemeinschaftsdynamiken über Cluster synchroner und asynchroner Arten identifizieren und mit funktioneller Unähnlichkeit mithilfe von Methoden des maschinellen Lernens verknüpfen.
  • Die interaktiven Effekte von Landnutzung und extremen Klimaereignissen auf Stabilität und zugrunde liegende Mechanismen bewerten.

  • Dominante Arten mit konservativen Ressourcennutzungsstrategien, sowohl ober- als auch unterirdischen Merkmalen, stabilisieren Gemeinschaften; dominante Arten mit acquisitiven Strategien destabilisieren sie.
  • Der Portfolioeffekt nimmt mit steigendem Artenreichtum zu; Asynchronie, insbesondere kompensatorische Dynamiken, erhöht die Stabilität.
  • Interne Dynamiken umfassen sowohl synchrone, umweltgetriebene, als auch asynchrone, konkurrenzgetriebene Kovarianzen, die durch funktionelle Merkmale beziehungsweise funktionelle Unähnlichkeiten vorhersagbar sind.

Es ist keine neue Beprobung vorgesehen; stattdessen werden BExIS-Datensätze integriert, darunter Vegetationsabundanzen (Core Project 5), Blatt- und Wurzelmerkmale (SeBAS/TRY, RootFun/GRooT), Landnutzungsdaten (LUI, Mahd, Beweidung, Düngung, Holzeinschlag) sowie Daten zu Extremereignissen (Core Project 10), über alle 300 Experimentalflächen in Hainich, Schwäbischer Alb und Schorfheide-Chorin hinweg.

  • WP1 (Mechanismen): Aufteilung der Stabilität mit dem comstab-R-Paket; Quantifizierung von Dominanz-, Portfolio- und Asynchronieeffekten; Verknüpfung dominanter Arten mit funktionellen Merkmalen.
  • WP2 (Dynamiken): Zerlegung der Asynchronie in Paare asynchroner und synchroner Arten; Vorhersage ihrer Kovarianzen aus euklidischen Trait-Distanzen mittels Mantel-Test mit dem Paket ecodist.
  • WP3 (Treiber): GLMMs, SEM und maschinelles Lernen zur Analyse der Effekte von Landnutzung × Extremereignissen auf Stabilität und Stabilitätsmetriken; getrennte Analysen für Grasland und Wald.

Kernprojekt 4
Kernprojekt 5
Kernprojekt 10
SeBAS (Jentsch/Mayer)
RootFun (Bergmann)


Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen

Dr. Maria Májeková
Projektleiterin
Dr. Maria Májeková
Eberhard Karls Universität Tübingen
Johanne Gresse
Mitarbeiterin
Johanne Gresse
Eberhard Karls Universität Tübingen
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