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1. Entlang der Landnutzungsgradienten ist die Diversität von arbuskulären Mykorrhizapilzen und Pflanzen positiv korreliert. Unsere Studie wird eine der ersten sein, die AM Pilz Taxondiversität mit der von Pflanzen mithilfe von molekular-ökologischen Methoden in Beziehung setzt.

2. Erhöhte Landnutzungsintensität führt zu verringerter Bodenaggregation, z.T. aufgrund der Abnahme der AM Pilzabundanz oder –diversität. Unsere Feldbeprobung wird wichtige Einsichten in die Rolle dieser Pilzgruppe auf der Landschaftsskala liefern, insbesondere auf unterschiedlichen Böden mit underschiedlicher Bewirtschaftung.

3. Gemeinsam mit Gewächshausversuchen hoffen wir auf ein kausales Verhältnis zwischen Bodenaggregation und AM Pilzdiversität zu testen.


Unsere zentrale Hypothese ist, dass mit größerer Diversität von Pflanzen oder Mikroorganismen (besonders von arbuskulären Mykorrhizapilzen, AMF) die Bodenaggregation zunimmt. Mechanismen liegen dabei sowohl in der Komplementarität der Aggregationsfaktoren als auch in der Abundanz der Organismen vor. Die Arbeit im Feld entlang von Landnutzungsgradienten wird durch Gewächshausexperimente ergänzt, in denen besonders der Faktor AMF-Diversität getrennt untersucht wird. Wir erwarten aus diesem Projekt vielfältige Kooperationsmöglichkeiten innerhalb der Exploratorien (Bereitstellung von Daten zu einer wichtigen Organismengruppe und einem zentralen Prozess in Grasländern), sowie neue Einsichten in die organismische Rolle in der Bodenaggregation im Allgemeinen.


Wir bearbeiten momentan Bodenproben die in allen Exploratorien genommen wurden. Wir messen Wurzellänge und –gewicht, Abundanz von AM Pilzen in der Wurzel (Wurzelinfektion) und im Boden (Hyphenlänge), sowie Bodenaggregation (Aggregatsgrößenverteilung). Wir erproben momentan, welche molekular-ökologischen Untersuchungsmethoden die besten sind um dem Probenumfang gerecht zu werden. Mit diesen Methoden werden wir Feldflächen identifizieren mit besonders hoher und niedriger AM Pilzdiversität für mechanistische Gewächshausexperimente.


Doc
Unterdrückt Herbivorie wirklich Mykorrhiza? Eine Meta-Analyse
Barto E. K., Rillig M. C. (2010): Does herbivory really suppress mycorrhiza? A meta-analysis. Journal of Ecology 98, 745–753
Mehr Informationen:  doi.org
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Beitrag von biotischen und abiotischen Faktoren zur Bodenaggregation über einen Landnutzungsgradienten
Barto K., Alt F., Oelmann Y., Wilcke W., Rillig M. C. (2010): Contributions of biotic and abiotic factors to soil aggregation across a land use gradient. Soil Biology and Biochemistry 42 (12), 2316-2324. doi: 10.1016/j.soilbio.2010.09.008
Mehr Informationen:  doi.org
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Sind Potenzgesetze, welche die fraktale Dimension berechnen, eine gute Kennzeichnung für Bodenstruktur und ihren Zusammenhang mit biologischen Bodeneigenschaften?
Caruso T., E. Barto K. E., Siddiky Md. R. K., Smigelski J., Rillig M. C. (2011): Are power laws that estimate fractal dimension a good descriptor of soil structure and its link to soil biological properties? Soil Biology and Biochemistry 43 (2), 359-366. doi: 10.1016/j.soilbio.2010.11.001
Mehr Informationen:  doi.org
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Landnutzung und Effekt des Nachbarn auf die Zusammensetzung der Wurzelpilzgemeinschaft
Morris (Barto) K. E., Buscot F., Herbst C., Meiners T., Obermaier E., Wäschke N., Wubet T., Rillig M. C. (2013): Land use and host neighbor identity effects on arbuscular mycorrhizal fungal community composition in focal plant rhizosphere. Biodiversity and Conservation 22 (10), 2193-2205. doi: 10.1007/s10531-013-0527-z
Mehr Informationen:  doi.org
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Indizes für Biodiversität auf dem Prüfstand
Morris K. E., Caruso T., Buscot F., Fischer M., Hancock C., Maier T. S., Meiners T., Müller C., Obermaier E., Prati D., Socher S., Sonnemann I., Wäschke N., Wubet T., Wurst S., Rillig M. C. (2014): Choosing and using diversity indices: insights for ecological applications from the German Biodiversity Exploratories. Ecology and Evolution 4 (18), 3514–3524. doi: 10.1002/ece3.1155
Mehr Informationen:  doi.org

Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen

Prof. Dr. Matthias Rillig
Projektleiter
Prof. Dr. Matthias Rillig
Freie Universität Berlin
PhD Kathryn Barto
Mitarbeiterin
PhD Kathryn Barto
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