Verstehen des sozial-ökologischen Transformationspotentials von landwirtschaftlichen Initiativen
Nicht nachhaltige Landnutzungsmuster werden vornehmend durch gesellschaftliche Narrative gestützt. Diese basieren auf Verbindungen zwischen Mensch und Natur, die auf einem Paradigma der Extraktion und Ausbeutung basieren, was zu erhöhtem Konsum und einer intensivierten Landnutzung führt. Insgesamt stellen diese Paradigmen und die daraus resultierenden Nutzungen der Natur eine Gefahr für die Biodiversität sowie die Lebensqualität von Menschen dar. Die Verstrickung multipler Krisen, wie Artenschwund, Klimawandel, und Ernährungssicherheit, unterstreichen die Notwendigkeit die unterschwelligen Ursachen der intensivierten Landnutzung anzugehen und einen transformativen Wandel hin zur Nachhaltigkeit anzustoßen.
In TransFarm möchten wir das transformative Potential von landwirtschaftlichen Initiativen, Praktiken, Projekten und Organisationen in den drei Untersuchungsgebieten der Biodiversitäts-Exploratorien umfassend verstehen. Hierzu beziehen wir uns auf vorangegangene Forschung aus dem VaNaTe Projekt bezüglich der Wertvorstellungen von Landwirt*innen und auf zwei transformationsbezogene Rahmenkonzepte: (1) ‘Seeds of Good Anthropocenes’ (Samen für ein gutes Anthropozän) and (2) Werte-Regeln-Wissen.
Insbesondere zielt unsere Forschung darauf ab: (1) Archetypen von landwirtschaftlicher Transformation zu identifizieren. Diese basieren auf den vorherrschenden Entscheidungsmustern in den Initiativen und werden durch Kombinationen aus Werten, Regeln und Wissen bestimmt. (2) Archetypen bezüglich ihrer Transformationsergebnisse zu charakterisieren. (3) Unterstützende und einschränkende Faktoren und Prozesse zu identifizieren welche das Potential zur Skalierung von Transformationen beeinflussen.
Wir führen semi-strukturierte Interviews und Diskussionen in Fokusgruppen durch. Diese werden mittels Inhaltsanalyse und multivariater Statistik analysiert.