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1. Landnutzungsintensität beeinflusst gemeinsam mit Pflanzenlebensgeschichte (life history) die genetische Diversität innerhalb einer Population in ökologisch relevanten, quantitativen Merkmalen.

2. Landnutzungsintensität beeinflusst die Richtung und Stärke phenotypischer Selektion in Pflanzenpopulationen.

3. Populationen in Grünlandpflanzen sind lokal an die Landnutzungsintensität angepasst.


Im Sommer 2008 wurden Samen von neun Grünlandarten in unterschiedlich intensiv genutzten Grünländern (den Experimental Plots) gesammelt. Um die quantitativ genetische Variation zwischen und innerhalb der Populationen zu bestimmen, pflanzen wir Nachkommen von jeder Population unter denselben Bedingungen in einem Versuchsgarten an. Es werden pflanzliche Merkmale aufgenommen, die im Kontext der Landnutzungsintensität relevant sind, wie Phänologie, Morphologie, Wachstum und Reproduktion. Insgesamt werden mehr als 5.000 Individuen im Versuchsgarten kultiviert. Mit Hilfe statistischer Analysen kann die Heritabilität (h2) sowie ein Maß der Populationsdifferenzierung (QST) dieser Merkmale ermittelt werden und Korrelations-Analysen mit Landnutzungs-Parametern werden einen wertvollen Einblick in den Effekt von Landnutzung auf Mikroevolution innerhalb Pflanzenarten geben. Des Weiteren werden wir die genetische Variation innerhalb Arten mit der Artenvielfalt der Lebensgemeinschaften vergleichen um zu testen, ob verschiedene Ebenen der Diversität ähnlich auf Landnutzung reagieren. Schliesslich werden wir die Populationsdifferenzierung in den gemessenen Merkmalen mit Daten aus neutralen Markern verschneiden (Projekt GenLink), um die relative Bedeutung von lokaler Anpassung und genetischer Drift abzuschätzen.


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Der Beffall des Rot-Schwingels (Festuca rubra) durch den Endophyten Epichloë festucae und dessen Frequenz in Abhängigkeit der Landnutzung
Schossleitner T. (2011): Der Beffall des Rot-Schwingels (Festuca rubra) durch den Endophyten Epichloë festucae und dessen Frequenz in Abhängigkeit der Landnutzung. Thesis, Humboldt-Universität Berlin
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The evolutionary impact of land use: quantitative genetic differentiation in common grassland plants
Völler E. (2012): The evolutionary impact of land use: quantitative genetic differentiation in common grassland plants. Dissertation, University Bern
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Völler E., Auge H., Prati D., Fischer M., Hemp A., Bossdorf O. (2012): Geographical and land-use effects on seed-mass variation in common grassland plants. Basic and Applied Ecology 13 (5), 395–404. doi: 10.1016/j.baae.2012.06.006
Mehr Informationen:  doi.org
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Landnutzung verursacht genetische Differenzierung der Weichen Trespe
Völler E., Bossdorf O., Auge H., Prati D. (2013): Land use causes genetic differentiation of life-history traits in Bromus hordeaceus. Global Change Biology 19 (3), 892–899. doi: 10.1111/gcb.12087
Mehr Informationen:  doi.org
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Durch Landnutzung und ihre Intensivierung verändert der Mensch die Umwelt
Völler E., Bossdorf O., Prati D., Auge H. (2017): Evolutionary responses to land use in eight common grassland plants. Journal of Ecology 105 (5), 1290–1297. doi: 10.1111/1365-2745.12746
Mehr Informationen:  doi.org

Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen

Dr. Harald Auge
Projektleiter
Dr. Harald Auge
Prof. Dr. Oliver Bossdorf
Projektleiter
Prof. Dr. Oliver Bossdorf
Eberhard Karls Universität Tübingen
Dr. Daniel Prati
Projektleiter
Dr. Daniel Prati
Universität Bern
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